28.02.2017

Vielen Dank für die Blumen...

Sie erfreuen nicht nur unser Herz, sondern auch unsere Haut: Viele Blüten sind seit Jahrhunderten als wahre Wirkstoffwunder bekannt.

Ihre ätherischen Öle wirken

  • beruhigend,
  • klärend,
  • antiseptisch,
  • abschwellend,
  • oder oder...

 

Ob Malve, Kamille oder Rose - der Duft, den diese wunderbaren Blüten verströmen, wird geliebt.

Im frühen Mittelalter machten sich vor allem Mönche und Nonnen daran, prächtige Klostergärten anzulegen und die Kraft der Blüten und Heilkräuter zu erforschen. Allen voran Hildegard von Bingen. Sie hielt ihre umfangreichen Erkenntnisse und Rezepturen sogar schriftlich fest und verhalf damit vielen Pflanzen zu ihrem Stellenwert - sowohl in der Medizin als auch in der Kosmetik.

Noch heute gelten die jahrhundertelangen Erfahrungen der Volksheilkunde. Heilsame Eigenschaften von Blüten wie Calendula, Arnika, Kamille oder Lavendel sind zudem durch wissenschaftliche Studien belegt. Phytotherapeuten verweisen vor allem auf die Breitbandwirkung, denn oft steckt in einer Blüte eine ganze Menge wirksamer Inhaltsstoffe. Dazu kommt, dass sich die Extrakte verschiedener Pflanzen ergänzen und gegenseitig unterstützen.


Verwendung in der Kosmetik

In der Kosmetik nutzt man die hochwertigen ätherischen Öle der Blüte. Oft wird die Essenz aber auch aus anderen Teilen der Pflanze, wie etwa dem Stiel oder den Blättern, gewonnen - je nach Wirkungsziel oder Produktbeschaffenheit.

Eine der kosmetisch bedeutendsten Blühpflanzen ist seit jeher die Damaszener Rose. Für einen Liter Rosenöl müssen vier bis fünf Tonnen Blüten von Hand gepflückt werden. Erntezeit ist von Mitte Mai bis Mitte Juni - und auch dann nur vor Sonnenaufgang, denn im Laufe des Tages verflüchtigt sich das wertvolle ätherische Öl.


Rosenöl

  • führt der Haut natürlich pflegende Fette und Feuchtigkeit zu,
  • wirkt entzündungshemmend und lindert gereizte Hautstellen,
  • regt die Durchblutung an,
  • verfeinert sichtbar das Hautbild.

Besonders reife Haut freut sich über die regenerative und hautstraffende Wirkung. Eine Wohltat für die Haut und die Sinne ist beispielsweise das Rosenöl von Weleda.

 

Kamille, Malve & Co.

Im ätherischen Öl der unscheinbareren Kamille stecken die Stoffe Bisabolol und Azulen. Beide wirken entzündungshemmend und fördern den Heilungsprozess der Haut. Azulen kann zellschädigende freie Radikale in für die Haut harmlose biochemische Verbindungen umwandeln.

Das Geheimnis der Malve: Blüte und Blätter enthalten Schleimstoffe aus Zuckermolekülen, die sich wie ein Schutzschild auf trockene, entzündete Hautstellen legen und sogar Neurodermitis lindern sollen. Zusätzlich beugen Gerbstoffe neuen Entzündungen vor und Antioxidantien schützen die Zellen.

Ein weiteres Multitalent aus der Natur ist die Nachtkerze. Sie stammt aus Nordamerika und war schon den Ureinwohnern als Heilpflanze bekannt. Ihre hellgelben Blüten öffnen sich erst in der Dämmerung - daher der Name. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Samen der Nachtkerze: Sie enthalten reichlich Öl, das vor allem aus mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren besteht.


Nachtkerzenöl

  • stärkt die Barrierefunktion der Haut,
  • wirkt Feuchtigkeitsverlust entgegen,
  • lindert Entzündungen und Juckreiz,
  • wehrt freie Radikale ab.

 

Nachtkerzenöl wird nicht nur in kosmetischen Produkten genutzt.

Auch als Nahrungsergänzungsmittel ist es erhältlich.